schliessen
Fotos in höherer Auflösung:
  1. Checkboxen der gewünschten Bilder markieren.
  2. Download-Button anklicken.
  3. Auflösung festlegen.

Originalauflösung auf Anfrage:
ludger.drost@rottal-inn.de

Pfarrkirche St. Stephan

Simbacher Straße 1, 84367 Reut - GPS: 48.3114600, 12.9414400 - Download Audioguide (5,02 MB)

Zeittafel

Pfarrkirche St. Stephan

Bauteile und Ausstattung

I'm the preview.

Gesamtbau

Ziegelbau mit reichem Parallelrippengewölbe. Das Langhaus und das nur wenig schmalere Presbyterium liegen unter einem gemeinsamen nach Osten abgewalmten Satteldach. Auf der Südseite des Presbyteriums steht der Turm und östlich anschließend eine zweigeschossige Sakristei. Vor dem Südportal am dritten Joch des Langhauses von Osten steht eine kleine Vorhalle. Vor die Westseite ist ein polygonaler Anbau gestellt, der über eine Treppe die Empore erschileßt.

Langhaus

Das Langhaus hat fünf Joche und wird außen durch Strebepfeiler gestützt. Im Inneren gliedern profilierte Schildbogenstellungen die Seitenwände. Ihnen sind halbrunde Dienste vorgelegt, die Paralllrippengewölbe tragen. Die Figuration ist so konstruiert, das zwei sich kreuzende Diagonalrippen jeweils zwei Joche umfassen und dabei zugleich die Konturen der Stichkappen begleiten. Hinzu treten parallel laufende Rippen. Sie stoßen an den Jochgrenzen auf ein hier von den Gewlöbeansötzen aufsteigende Rippe. Insgesamt entsteht ein System aus drei Rautenreihen im Gewölbescheitel die von zwei aus den Gewölbeansätzen aufsteigenden Rauten eingefasst werden. Das Westjoch wird von einer Empore eingenommen.

Quellen: Metzl, Klaus (Hrsg.), 2010, Handbuch des Bistums Passau, S. 886f.

Presbyterium

Das Presbyterium hat ein Joch und einen Schluss aus fünf Seiten eines Achtecks. Es wird außen von Strebepfeilern gestützt. Das Netzrippengewölbe ruht auf Konsolen. Auf den trichterförmigen Gewölbeanfänger steigen Rauten auf, an der Jochgrenze sind es drei, im Polygon je eine. Sie reichen mit den Spitzen bis zum Gewölbescheitel. Dort steht über dem Joch ein sechsstrahliger, im Polygon ein siebenstrahliger Rippenstern. Es bilder sich eine Folge aus drei unregelmäßigen Rauten im Scheitel.

Quellen: Metzl, Klaus (Hrsg.), 2010, Handbuch des Bistums Passau, S. 886f.

Turm

Der Viereckturm wird durch horizontale Gesimse in sechs etwa Geschoße gegliedert. Das oberste schließt in Walmgiebeln, und besitzt unterteilte spitzbogige Schallfenster. Darüber steigt der achtseitige Spitzhelm auf.

Quellen: Metzl, Klaus (Hrsg.), 2010, Handbuch des Bistums Passau, S. 886f.

Sakristei

Die Sakristei liegt im Erdgeschoß und ist durch einen zweigeschossigen Anbau nach Osten erweitert.

Quellen: Metzl, Klaus (Hrsg.), 2010, Handbuch des Bistums Passau, S. 886f.

Türblatt

Das Türblatt stammt aus der Erbauungszeit der Kirche.

Quellen: Eckardt, Anton (Bearb.), 1923, Die Kunstdenkmäler von Niederbayern, 10. Bezirksamt Pfarrkichen, S. 184

Nachmittelalterliche Ausstattung

Der frühklassiszistische Hochaltar stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts, die Seitenaltäre und die Kanzel sind wohl etwas älter. Die ehemaligen, aus dem 19. Jahrhundert stammenden Altarbilder (vgl. Eckardt 184f wurden an den Seitenaltären durch barocke Figuren ersetzt (Apollonia und Patrona Bavariae) (Metzl), am Hochaltar der Kirchenpatron Stephanus. Den Kreuzweg lieferte Franz Xaver Zattler im Jahr 1897 (Neumaier).

Quellen: Metzl, Klaus (Hrsg.), 2010, Handbuch des Bistums Passau, S. 887

Neumaier, Otto, 2008, Vorläufiges Werkverzeichnis Franz Xaver Zattler

© 2023, Landratsamt Rottal-Inn | Impressum | Datenschutz